Wim van der Linden geehrt

Am 12. Juni 2018 wurde Wim van der Linden in Danzig/Gdańsk mit der Dankbarkeitsmedaille des Europäischen Centrums der Solidarność (ECS) geehrt. Er wurde für sein Engagement bei der Hilfe für Polen in der Phase des Streiks, der Gründung der freien Gewerkschaft Solidarität und in der Folge des Kriegsrechtes in den 1980er Jahren ausgezeichnet. Überreicht wurde die Medaille von Bogdan Borusewicz, einem der Mitbegründer der Gewerkschaft Solidarität und dem Dirktor des ECS Basil Kerski.

Wim van der Linden (* 9.2.1938) kam vor fast 60 Jahren nach Krefeld und lernte den gebürtigen Danziger Küster (St. Liebfrauen) Ulrich Guski (verstorben 2008) kennen. Guski engagierte sich im Adalbertus-Werk e.B. – Bildungswerk der Danziger Katholiken und brachte Wim mit zu den Treffen und Seminaren. Anfang der 70er Jahre fuhren beide erstmals nach Danzig. Dadurch entwickelten sich Kontakte zu Pfarrer Jankowski, der später eine wichtige Rolle beim Streik auf der Danziger Werft spielte.
Schon in den 70er Jahren gab es von Seiten der ehemaligen Danziger Hilfslieferungen. Viele Pakete und Transporte sind schon zur „Linderung des Mangels“ vor dem Streik gebracht oder geschickt worden – nicht nur an Verwandte und Freunde. Und es waren nicht nur Apfelsinen und Kaffee – Krebsmedikamente oder die Orgel für eine Kirche waren dabei, Orthopädische Schuhe oder eine Mikrofonanlage.

Als es dann zum Streik kam auf der Werft, zur Gewerkschaft und dann zum Kriegsrecht, wuchs die Hilfe noch einmal an.
Viele, die damals geholfen haben sind inzwischen verstorben. Das Adalbertus-Werk e.V. ist dankbar, dass das Europäische Centrum der Solidarność dem Antrag entsprochen hat Wim van der Linden zu ehren.